Breitband aufs Dorf

Bürgermeister Michael von Rekowski (Hansestadt Wipperfürth) und Andreas Schröder (Leiter Fachbereich III Schloss-Stadt Hückeswagen) nehmen den Förderbescheid aus den Händen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, v.r., entgegen.

Hückeswagen/Wipperfürth Nachdem die Hückeswagener Innenstadt bereits mit „schnellem Internet“ versorgt wurde, sollen nun auch die Außenortschaften Zugang zu Breitbandanschlüssen bekommen. Zusammen mit den Nachbarn aus Wipperfürth haben die Hückeswagner dafür entsprechende Fördergelder beantragt. Der Bund hat den beiden oberbergischen Gemeinden nun 10,2 Millionen Euro zugesagt. Zieht das Land NRW nach, könnten bald die „weißen Flecken“ von der Breitband-Landkarte beider Kommunen verschwinden.

In Berlin nahmen Andreas Schröder, Fachbereichsleiter Bauen, Planung, Umwelt der Stadt Hückeswagen, und Wipperfürths Bürgermeister Michael von Rekowski im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastrukturden Förderbescheid aus den Händen von Minister Alexander Dobrindt in Empfang. Insgesamt umfasst das gemeinsame Projekt der beiden Städte ein Investitionsvolumen von gut 21 Millionen Euro. Dabei liegt die sogenannte „Wirtschaftlichkeitslücke“ bei gut 20 Millionen, für die eine Förderung beantragt wurde. Rund die Hälfte davon übernimmt der Bund. Auch das Land NRW bietet eine Fördermöglichkeit, so dass am Ende 100 Prozent der Kosten gefördert werden sollen.

Dafür muss jetzt noch der Förderbescheid aus Düsseldorf abgewartet werden. „Nach der Zusage durch den Bund stehen die Chancen für eine weitere Förderung durch NRW aber sehr gut“, sagt die Stadt Hückeswagen. Danach stehe einem flächendeckenden schnellen Internet in Hückeswagen und Wipperfürth nichts mehr entgegen.

„Ich freue mich, dass der Bund unseren Förderantrag unterstützt. Durch den Ausbau mit Glasfaserkabel wird Hückeswagen flächendeckend mit schnellem Internet versorgt“, sagt der Hückeswagener Bürgermeister Dietmar Persian. Nach dem Ausbau des Innenstadtbereiches durch die Telekom könne durch die Förderung jetzt auch die knapp 700 Gebäude, die bisher noch nicht ausgebaut waren, versorgt werden.

Diesen Ausbau in der City hatte die Deutsche Telekom aus eigenen Mittel finanziert. Weil dort genügend potenzielle Kunden wohnen, lohnt sich der Aufwand. In den dünner besiedelten Außenortschaften hingegen wollen die meisten Internet-Anbieter nicht von sich aus aktiv werden. Deswegen haben Land und Bund verschiedene Fördermöglicheiten geschaffen. Im März erhielten Gummersbach Marienheide, Lindlar und Reichshof eine Zusage über 13 Millionen Euro vom Bund, kurz darauf bekam der Rheinisch-Bergische Kreis einen Bescheid über vier Millionen Euro.

 

 

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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