Schlagen statt werfen

Overath „Jeder Sport hat seine Zeit“, meint Peter Radonjic. Der frühere Handballer der Burscheider TG hat seine aktive Karriere auf dem Handball-Feld längst beendet – auf den Kontakt zu und das Messen mit ehemaligen Mit- und Gegenspieler möchte er allerdings nicht verzichten. Und so haben Radonjic und ein paar Freunde „Handball to Golf“ entwickelt, ein Golfturnier für ehemalige Handballer. Die Premiere steigt am 8. Juli auf dem Golfclub am Lüderich in Overath.

„Vor ein paar Monaten haben wir laut darüber nachgedacht, dass es doch nett wäre, die alten Handballkollegen und Gegner von früher noch einmal im Wettkampfmodus wieder zu sehen“, erinnern sich die Veranstalter. Und während es für „60 Minuten auf der Platte“ nicht mehr reiche, halte man „vier Stunden auf dem Grün bei Wind und Wetter“ locker aus. So entstand „Handball to Golf“.

Das Turnier wird als 18 Loch-Zählspiel nach Stableford vorgabenwirksam durchgeführt, trotz des hohen Spaß-Faktors gelten die offiziellen Golfregeln. Los geht es am Samstag, 8. Juli, um 9 Uhr mit der Begrüßung, der erste Abschlag soll gegen 9.30 Uhr erfolgen. Wer mitspielen will, braucht mindestens Handicap -54 und sollte sich bis zum 3. Juli über die Webseite des Turniers anmelden. Die Bruttosieger erhalten einen Wanderpreis – denn sollte das erste „Handball to Golf“-Turnier ein Erfolg werden, möchten Radonjic und sein Team daraus einen regelmäßige Veranstaltung machen.

Mindestens 80 Ex-Handballer aus der Region, die genau auf der Grenze zwischen den Handballverbänden Mittel- und Niederrhein liegt, werden erwartet. Darunter auch lokale Prominenz wie Frank Lorenzet, Trainer und Manager der Handball Pirates des Leichlinger TV.

Ehemalige Handballer, die noch kein Golf spielen oder denen die Platzreife fehlt, können an einem Schnupperkurs teilnehmen, der gegen 11.30 Uhr beginnt. Zum Abschluss des Turniers gibt es eine Abendveranstaltung im Wermelskirchener Restaurant Rausmühle.

Zur Anmeldung gehört auch, dass jeder Teilnehmer bis zu drei seiner ehemaligen Handball-Vereine angeben kann. Der Verein mit den meisten Nennungen erhalte aus den Überschüssen des Turniers eine Spende für die Jugendkasse, versprechen die Organisatoren. „Da die Meisten von uns über viele Jahre den Handball geliebt und gelebt haben, und eben dieser uns jetzt auch wieder zusammenbringt, möchten wir auch was zurück geben.“

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.