Pokal: VfL trifft auf Absteiger

Jan Gorr, hier als Co-Trainer der Nationalmannschaft, trifft mit seinem Club HSC Coburg in der ersten Runde des DHB-Pokals auf den VfL Gummersbach.

Gummersbach Handball-Bundesligist VfL Gummersbach, selber in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg entgangen, wird in der ersten Runde des DHB-Pokals auf Erstligaabsteiger HSC 2000 Coburg treffen. Und damit auch auf Trainer Jan Gorr, der ja mal fast Trainer in Gummersbach geworden wäre. Das ergab die Auslosung, bei der die Fechterin Alexandra N´dolo als Glücksfee fungierte.

Gespielt wird die erste Runde im deutschen Handball-Pokal in der Form von 16 kleinen Turnieren mit je vier Mannschaften. Am 19. August werden je zwei Spiele stattfinden, deren Gewinner spielen am nächsten Tag untereinander den Turnier-Sieger aus, der dann eine Runde weiterkommt. Turnier Nummer 12 besteht aus dem VfL, dem HSC, dem TV Großwallstadt und der HG Saarlouis. Dabei wird dem klassentiefsten Verein zuerst angeboten, das Turnier auszurichten. Lehnt dieser ab, kann die Ausrichtung weiter gereicht werden, so dass derzeit noch nicht feststeht, in welcher Halle der VfL Gummersbach am 19. August spielen wird.

Fest steht hingegen schon der erste Gegner, der HSC 2000 Coburg mit Trainer Jan Gorr. Gorr hätte eigentlich 2012 Trainer beim VfL Gummersbach werden sollen, ein Vertrag als Nachfolger von Sead Hasanefendić war bereits unterschrieben. Doch dann entließ der VfL Hasanefendić vor Ende der Saison und machte dessen Co-Trainer Emir Kurtagic zum Chef. Nachdem Kurtagic den Klassenerhalt souverän geschafft hatte, entschieden sich die Gummersbacher, mit ihm weiter zu machen – und den Vertrag mit Jan Gorr aufzulösen. Der hatte sein Engagement beim TV Hüttenberg zwischenzeitlich aufgegeben und stand somit ohne Verein da. 2013 übernahm er dann Coburg und führte das Team in die erste Liga. Emir Kurtagic blieb Trainer in Gummersbach, bis er im März entlassen und durch Sead Hasanefendić ersetzt wurde.

Im vergangenen Jahr war der VfL Gummersbach überraschend schon im Finale des Erstrundenturniers ausgeschieden, 31:32 unterlag der Erstligist in Fürstenfeldbruck dem Zweitligisten TSG Ludwigshafen-Friesenheim.

 

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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