NRW-Landtag: Bergische Politiker in der Führungsriege

Herbert Reuel, bisher Mitglied des Europäischen Parlaments und Ehrenvorsitzender der CDU im Rheinisch-Bergischen Kreis, ist neuer NRW-Innenminister.

Rhein- und Oberberg Die neue Führungsriege im NRW-Landtag steht – und Rhein- und vor allem Oberberger sind an wichtigen Positionen mit dabei. Der Hückeswagener Peter Biesenbach wird Justizminister, Herbert Reuel, Ehrenvorsitzender der CDU Rhein-Berg, Innenminister. Und Bodo Löttgen, der den oberbergischen Süden im Landtag vertritt, wurde zum Vorsitzenden der CDU-Fraktion gewählt.

Bereits 2014 war Biesenbach Teil des so genannten Schattenkabinetts des damaligen CDU-Spitzenkandidaten Norbert Röttgen, weil die CDU aber nicht an die Regierung kam, wurde der Hückeswagener auch nicht Justizminister. Stattdessen machte er sich einen Namen in parlamentarischen Untersuchungsausschüssen, zuletzt indem er als Vorsitzender den Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses zur Kölner Silvesternacht eigenhändig verfasste – und SPD-Innenminister Jäger damit in Bedrängnis brachte. Für Biesenbach, im Februar 69 Jahre alt geworden und seit 17 Jahren im Landtag, ist der Ministerposten sicherlich die Krönung einer langen politischen Karriere.

War bei Peter Biesenbach schon vor der Wahl über diese Berufung spekuliert worden, kam der Posten des Innenministers für Herbert Reuel sehr überraschend. Der gebürtige Langenfelder, bisher Mitglied im Europaparlament, gilt als enger Wegegefährte des neuen Ministerpräsidenten Achim Laschet.

Die Mehrheiten für Laschet und seine Regierungsmannschaft soll in Zukunft Bodo Löttgen als Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag organisieren. Der Polizeikomissar aD kommt aus Nümbrecht und war zuletzt Generalsekretär der NRW-CDU. Von 2005 bis 2012 saß er für den Südkreis im Landtag, verlor seinen Bezirk dann aber an Roland Adelmann von der SPD. In diesem Jahr bekam er mehr als 44 Prozent der Erststimmen und zog wieder ins Parlament ein.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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