Neuer Preis: Integration durch Sport

Dr. Gert Riemscheider, Vorsitzender des Fördervereins der Rotary Clubs, Hagen Jobi und Anja Lepperhoff vom Kreissportbund, Rüdiger Hockamp von der Team3 Eventagentur und Dr. Ulrich von Trotha, Rotary Club Gummersbach-Oberberg, stellen den neuen Preis vor.

Gummersbach Der Kreissportbund Oberberg und die Gummersbacher Rotary-Clubs wollen die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Sportvereinen fördern und haben dazu einen neuen Preis geschaffen. Dieser soll unter dem Namen „Integration durch Sport 2017“ am 14. November erstmals verliehen werden. Für den Gewinner-Verein winkt ein Geldpreis von 2.000 Euro und eine Trophäe namens „Tom“, die extra für diesen Anlass entworfen wurde. Die Anmeldung ist noch bis zum 1. Oktober möglich.

„Sport bringt Menschen zusammen“, ist Hagen Jobi, Vorsitzender des Kreissportbundes, überzeugt. Und vor allem in den Sportvereinen werde enorm viel Integrationsarbeit geleistet. „Doch das ist häufig so selbstverständlich, dass man das kaum noch wahrnimmt.“ So entstand in Zuammenarbeit mit den Gummersbacher Rotariern, die im April 2016 bereits einen Sport-Tag für Flüchtlinge in der Gummersbacher Schwalbe-Arena organisiert hatten, die Idee, diese Arbeit mit einem Preis zu würdigen. „Wir können ja keine eigenen Sportangebote schaffen“, sagt Dr. Gert Riemenschneider, Vorsitzender des Fördervereins der Rotary-Clubs Gummersbach. „Also wollen wir die vorhandenen Angebote unterstützen.“

Mit einigen positiven Nebeneffekten: „Es gibt sicherlich auch Vereine, die helfen wollen aber nicht wissen, wie“, sagt Hagen Jobi. Deswegen soll der neue Wettbewerb auch als Erfahrungsaustausch dienen – und als Vorbild für andere. Zudem möchte der Sportbund ein kreisweites Verzeichnis von entsprechenden Angeboten erstellen, sagt Geschäftsführerin Anja Lepperhoff. Sie kann zwar einige Beispiele im Kreis nennen, wie die Fußballer des BSV Bielstein, die Sprachkurse für geflüchtete Mitspielert organisieren, oder die DLRG Hückeswagen, die kostenfreie Schwimmkurse für Flüchtlinge anbietet, gibt aber auch zu: „Alles kriegen wir auch nicht mit.“ Viele Ehrenamtler in den Vereinen seien einfach zu bescheiden. „Und deswegen wollen wir Dinge, die bisher im Verborgenen stattfinden, in die Öffentlichkeit holen.“

Vergeben werden soll der Preis in mindestens fünf Einstufungen bei einer Gala am 14. November ab 19 Uhr im Kreishaus. Die Veranstalter versprechen ein buntes Programm. Neben der neuen Trophäe mit dem Namen „Tom“, als Abkürzung für Tomorrow, das engliche Wort für morgen, bekommen die Erstplatzierten Geldpreise: Zweimal 500 Euro, je einmal 1.000 und 1.500 Euro und 2.000 Euro für den Sieger. Gestiftet werden diese Gelder von den beiden Rotary-Clubs, die sich auch bereit erklärt haben, weitere Beträge für eventuelle Sonderpreise zur Verfügung zu stellen.

Bewerben kann sich jeder Verein, der als gemeinnützig anerkannt und Mitglied im Kreissportbund ist, außerdem eine ordentliche Geschäftsführung vorweisen kann und seiner Pflicht der jährlichen Bestandsdatenerhebung für den Landessportbund nachkommt. Das jeweilige Projekt sollte die Integration von Flüchtlingen und anderen Menschen mit Migrationshintergrund nachhaltig fördern. Informationen samt Bewerbungsbogen sollen den rund 370 Mitgliedsvereinen im Kreissportbund in den nächsten Tagen per Post zugehen und sind außerdem bald auf der Webseite des Sportbundes abrufbar.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

Hinterlasse einen Kommentar