Nach dem Wander- kommt der Fahrradbus

Bis zu 16 Räder finden auf dem Anhänger Platz, vier weitere im Bus. Der Fahrradbus fährt an Wochenenden und Feiertagen bis zum 1. November.

Bergisches Land Neben Wandern ist der Fahrrad-Tourismus inzwischen zu einem wichtgen Standbein des Fremdenverkehrs in der Region geworden, wobei der Panorama-Radweg von Marienheide über Wipperfürth, Hückeswagen und Wermelskirchen bis nach Leverkusen eine besondere Rolle spielt. Dessen Attraktivität wird zum 1. Juli mit dem „Bergischen Fahrradbus“ noch einmal erhöht. Bis zum 1. November verkehrt der an Wochenenden und Feiertagen parallel zum Radweg und ermöglicht es so, die Strecke zu nutzen, ohne den ganzen Weg auch wieder zurück radeln zu müssen.

Die Idee des Fahrradbusses ist dem des Bergischen Wanderbusses sehr ähnlich. Der fährt entlang des Eifgenbachwegs zwischen Odenthal und Wermelskirchen, so dass Wanderer die Strecke ganz oder teilweise zu Fuß zurück legen können, um dann den Bus für den Rest des Weges oder den Rückweg nehmen zu können. Beim Fahrradbus ist die Strecke wesentlich länger, außerdem braucht der Bus einen Anhänger, auf den bis zu 16 Fahrräder passen, vier weitere finden im Bus selber Platz. Das Prinzip ist aber gleich: Radler können an einer von insgesamt zehn Haltestellen zu- und aussteigen und so Teile des Panorama-Radwegs und den Rückweg im Bus fahren.

Während der Wanderbus längst etabliert ist und nur zwischen zwei Gemeinden in einem Landkreis abgestimmt werden musste, haben die Vorbereitungen zum Fahrradbus rund zwei Jahre gedauert. Schließlich waren neben dem Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis und ihren Gemeinden Marienheide, Wipperfürth, Hückeswagen, Wermelskirchen und Burscheid auch die Stadt Leverkusen und gleich drei Verkehrsbetriebe daran beteiligt.

Die erste Fahrt startet an Sams-, Sonn- und Feiertagen stets um 8.45 Uhr in Marienheide am Busbahnhof. Über die Haltestellen Ohl und Leiersmühle in Wipperfürth, die Hückeswagener Innenstadt (Haltestelle Bahnhofstraße), Wermelskirchen-Neuenborn und die RVK-Niederlassung in Wermelskirchen, den Raiffeisenplatz in Burscheid-Hilgen und den Burscheider Bahnhof geht es nach Leverkusen-Plattscheid und schließlich zum Opladener Bahnhof. Nicht ganz zweieinhalb Stunden soll die Fahrt dauern. Der erste Bus in Gegenrichtung startet um 9.48 Uhr in Opladen. Die letzten Busse des Tages fahren um 16.45 Uhr (Marienheide) und 17.48 Uhr (Opladen) los.

Die Mitnahme von E-Bikes ist möglich. Weil der Anhänger nur von der rechten Seite aus beladen wird, ist sichergestellt, dass die Fahrgäste nicht den Gefahren des fließenden Verkehrs ausgesetzt sind. Neben der Möglichkeit, durch dieses Angebot den Fahrradverkehr in der Region zu fördern, wird mit dem Fahrradbus auch das Nahverkehrsangebot im Bergischen Land deutlich aufgewertet – man darf den Bus nämlich auch ohne Rad nutzen. Den Fahrgästen wird eine direkte Verbindung an die Bahnhöfe in Leverkusen-Opladen und Marienheide ermöglicht. Der Fahrplan ist so ausgerichtet, dass dort alle Anschlüsse an die Züge aus oder in Richtung Köln bestehen.

Weitere Infos zum Bus, zur Strecke und zu den Haltestellen und Abfahrtszeiten gibt es in einem Flyer, der auf der Seite von Das Bergische heruntergeladen werden kann.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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