Board statt Matte: SUP-Yoga als Trend

SUP Yoga

Odenthal Seit Jahrtausenden praktizieren Menschen Yoga, um Körper, Geist um Seele in Einklang zu bringen. Erst seit ein paar Jahren gibt es das SUP-Yoga. Dessen Ziele sind die gleichen – allerdings verbunden mit einem gewissen Event- oder auch Erlebnischarakter, wie es Matthias Rabe nennt.

Rabe, Physiotherapeut und Yoga-Lehrer mit eigener Praxis in Odenthal, bietet den neuen Trend nun schon zwei Jahre lang an. „Wenn man lange Yoga macht, erreicht man irgendwann ein bestimmtes Level“, sagt er. Auf der Suche nach weiteren Steigerungsmöglichkeiten stieß er vor ein paar Jahren in einer Fachzeitschrift auf SUP-Yoga.

Das besteht im wesentlichen aus den gleichen Übungen wie klassisches Yoga, die aber nicht auf festem Boden, sondern auf einem Surfbrett ähnlichen Board im Wasser ausgeführt werden. „Damit bekommt Yoga eine weitere Dimension“, sagt Rabe. Die Instabilität des Boards gebe den Übungen eine neue Richtung. „Und man nimmt auch die Natur ganz anders wahr.“

Denn während Yoga sonst meist in geschlossenen Räumen stattfindet, funktioniert SUP-Yoga nur draußen. Matthias Rabe und Sigrun Katzemich nutzen dafür entweder die Bevertalsperre in Hückeswagen. Oder den eigenen Teich neben der Praxis. Der hat 18 Meter Durchmesser und wurde extra dafür renaturriert. Bis zu acht Teilnehmer passen darauf.

Obwohl Matthias Rabe das SUP-Yoga für sich selber als eine Art  „Fortgeschrittenen-Yoga“ entdeckt hat, ist es auch für Anfänger geeignet. Die Boards werden entweder miteinander vertaut oder im Teich verankert, so dass sie nicht abdriften.

„Das ist alles nicht so bierernst, es ist die etwas fröhlicherer Variante des Yoga“, sagt Rabe. „Zwischendurch hört man auch schon mal einen lauten Schrei und dann plumpst einer ins Wasser.“ Neben Gruppen- und Einzelstunden bieten Katzemich und Rabe das SUP-Yoga auch als Firmenevents an.

SUP Yoga

Matthias Rabe und Sigrun Katzemich unterrichten Yoga (auch) auf SUP-Boards.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.