Julius Kühn verlässt den VfL

GUMMERSBACH Schlechte Nachricht für die Handball-Fans im Oberbergischen: Wie die Fachzeitschrift „Handball Inside“ berichtet und beide Vereinen inzwischen auf ihrer Websites bestätitigt haben, verlässt Nationalspieler Julius Kühn den VfL Gummersbach in diesem Sommer. Er wechselt – wie auch seine Nationalmannschaftskollegen Tobias Reichmann (kommt vom polnischen CL-Sieger Kielce) und Finn Lemke (vom SC Magdeburg) – ins Hessische zur MT Melsungen.

“Ja, diesen Transfer kann man getrost als Coup bezeichnen. Wir setzen damit unser Bestreben fort, unseren Kader qualitativ stetig aufzuwerten“, zitiert die Website der MT deren Manager Axel Geerken, der zuvor die Geschicke beim VfL Gummersbach lenkte. Kühn und sein neuer Verein hätten bereits länger miteinander geredet, hieß es, allerdings hatte der amtierende Europameister einen Vertrag in Gummersbach bis 2018. „Insofern war man bei den Nordhessen davon ausgegangen, dass der wurfgewaltige Halblinke auch erst im kommenden Jahr zur Verfügung stehen würde“, schreibt die MT auf ihrer Homepage. Nun habe man sich aber auf einen vorzeitigen Wechsel geeinigt.

Kühn, der bislang 31 Länderspielen 101 Tore für das DHB-Team erzielte, erhält bei den Nordhessen einen Vertrag bis 2020. Melsungen, derzeit siebter in der Handball-Bundesliga, hatte in dieser Saison knapp den Einzug in Final-4 des EHF-Cups verpasst. Der VfL Gummersbach steckt als 13. der Tabelle immer noch mitten im Abstiegskampf.

Als möglicher Ersatz für Kühn hat der VfL Stanislav Zhukov verpflichtet. Der 25-Jährige ist zwei Meter groß und 101 Kilo schwer und spielt derzeit bei HC Motor Zaporozhye.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.