Klavierfestival: Musik, Begegnung und Ausbildung

Klavierfestival Lindlar

Lindlar/Kürten/Gummersbach Das diesjährige Klavierfestival Lindlar findet vom 16. bis zum 28. Juli statt. Wie in den vergangenen Jahren verbindet das Festival Musik, Begegnung und Ausbildung. Kern ist die Meisterklasse von Falko Steinbach und Jeongwon Ham, an der bis zu 30 Pianisten aus aller Welt teilnehmen werden. Diese werden in dieser Zeit bei Lindlarer Gastfamilien wohnen. Und regelmäßig Konzerte in Lindlar, Kürten und Gummersbach spielen, zum Teil unterstützt durch andere Künstler. Rund 20 Konzerte sind derzeit geplant, vielleicht kommen sogar noch weitere in Engelskirchen und Wipperfürth hinzu.

Das Eröffnungskonzert am Sonntag, 16. Juli, bestreitet traditionell der musikalische Kopf des Festivals, Falko Steinbach. Der 59-Jährige, geboren in Aaachen, aufgewachsen in Leverkusen und Bergisch Gladbach, ist Professor für Klavier an der University of New Mexico in Albuquerque, lebt aber teils auch in Lindlar. In diesem Jahr bringt er zum Eröffnungskonzert seinen Kollegen Cármelo de los Santos mit. Der Brasilianer unterrichtet an der gleichen Hochschule Violine. Zusammen spielen sie Stücke von Mozart, Debussy und Grieg sowie eine Eigenkomposition von Falko Steinbach.

Beim Abschlusskonzert am 28. Juli werden sich ab 19 Uhr alle Teilnehmer des Festivals im Kulturzentrum Lindlar präsentieren. Allerdings in diesem Jahr wohl nur mit kurzen Auftritten, vermutet Falko Steinberg – einfach weil es besonders viele Anmeldungen gibt. Aktuell sei man schon bei 29. „Wenn das so bleibt, haben wir die Kapazitätsgrenze erreicht.“ Kamen in den vergangenen Jahren die meisten Teilnehmer aus der Region oder aus dem Umfeld von Falko Steinberg, hat sich inzwischen die Qualität des Festivals und seiner Meisterklasse weiter rumgesprochen. „Wir haben allein sechs Anmeldungen aus Südkorea“, sagt Steinberg.

Neben dem Unterricht bei Steinberg und dessen Kollegin Jeongwon Ham, Professorin für Klavier an der University of Oklahoma, werden die Teilnehmer einige Konzerte spiele, eines davon in der Halle 32 in Gummersbach. Hinzu kommen Kirchenkonzerte in Kürten und Lindlar. Und das Konzert „Lieder in Bildern“ der Sopranistin Theresa Nelles mit der Harfenistin Jie Zhou, das einen Liederzyklus des in Kürten lebenden Komponist Markus Schönewolf mit großformatigen abstrakten Gemälden des Bonner Malers Ernst-Martin Heel verbindet.

Die Karten für das Eröffnungs- und Abschlusskonzert sind ab sofort im Vorverkauf, unter anderem beim LindlarKultur. Tickets für das Konzert in Gummersbach wird es an der Abendkasse geben. Zu allen anderen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Allerdings bitten die Veranstalter um Spenden. Und suchen auch noch Sponsoren.

Parallel zum Festival veranstaltet der Förderverein für Musik in Lindlar einen Anfänger-Workshop, um Kindern und Jugendlichen das Instrument Klavier näher zu bringen. Interessierte, auch ohne jede Vorkenntnisse, bekommen Unterricht von einer Musiklehrerin.

Gesucht werden derzeit noch Gastfamilien für die ausländischen Teilnehmer der Meisterklasse. Diese müssen allerdings im Lindlarer Ortskern wohnen oder bereit sein, die Studenten zum Unterricht und zu den Auftritten zu kutschieren. Interessierte können sich an Doris Kisters von LindlarKultur wenden.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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