Gaby Köster plauderte über ihren Schlaganfall

Talkrunde zum Thema Schlaganfall auf Schloss Homburg (v.l.): Prof. Dr. Franz Blaes, Gaby Köster, Moderatorin Angela Altz, Ina Albowitz und Dr. Ralf Mühlenhaus.

Nümbrecht „Die schönen Dinge des Lebens nicht aufschieben“, riet Gaby Köster. Mit Wortwitz, lockeren Sprüchen und viel Humor unterhielt die Kabarettistin, Schauspielerin und Autorin am Mittwochabend die Gäste in der ausverkauften Orangerie auf Schloss Homburg. Obwohl das ernste Thema Schlaganfall im Mittelpunkt der Lesung und anschließenden Talkrunde stand, gelang es der Kölnerin die Zuhörer mit einem launigen Vortrag aus ihrem aktuellen Roman „Die Chefin“ und offenen Worten über ihre Erkrankung einen unterhaltsamen Abend zu bescheren. Die Initiative „Oberberg gegen den Schlaganfall“ hatte Gaby Köster eingeladen, um über Risikofaktoren und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Das Beispiel Gaby Köster sollte Betroffenen Mut machen.

Landrat Hagen Jobi bedankte sich mit einem Kilo von Kösters Lieblingsschokolade für ihren Auftritt. Ähnlich wie ihrer schlagfertigen Romanheldin in „Die Chefin“ hilft Köster neben Schokolade auch der Humor, um über die Einschränkungen, wie ihren gelähmten linken Arm, hinwegzulachen. „Auch zu Hause hilft mir mein Humor ganz viel: Wenn ich mir etwas zu Essen zubereite, dann fällt ständig etwas auf den Boden. Zum Glück habe ich fünf Hunde und einer davon ist ein Labrador.“ Bis heute trainiert Köster regelmäßig, um Schritt für Schritt mehr Beweglichkeit zurückzugewinnen. Die Gummersbacher FDP-Politikerin Ina Albowitz bestätigte, dass es sich lohne mit den Physiotherapeuten fleißig zu trainieren. Sie habe ihr Ziel erreicht und das Rehazentrum auf ihren Beinen verlassen. Den Rollstuhl braucht sie schon lange nicht mehr. Ein Irrtum sei der Glaube: „Was von alleine kommt, geht auch von alleine wieder.“ Dr. Ralf Mühlenhaus und Prof. Dr. Franz Blaes, Leiter des Rettungsdienstes bzw. Chefarzt der Neurologie, betonten, wie wichtig es sei, bei den ersten Symptomen sofort die 112 zu wählen, da nur in den ersten vier bis maximal sechs Stunden nach einem Schlaganfall die entscheidende Therapie eingeleitet werden könne. III